Gemäss einer Umfrage benützen mit 77 Prozent mehr als drei Viertel der Schweizerinnen und Schweizer aller Altersgruppen das Internet bei der Stellensuche. Damit steht die Schweiz an fünfter Stelle in Europa. Der europäische Durchschnitt liegt bei 68 Prozent.
Während in früheren Jahren die Arbeitsstellen vorwiegend mit traditionellen Methoden wie Zeitungsinserate und Personalvermittler gesucht wurden, gewinnt das Internet zunehmende Bedeutung. 77 Prozent der befragten Schweizerinnen und Schweizer benützen heute das Internet. An zweiter Stelle mit 59 Prozent stehen die Personalvermittler; 54 Prozent studieren Stelleninserate.
33 Prozent der Befragen bewerben sich direkt beim Arbeitgeber und 20 Prozent erhalten die Angebote durch Freunde oder Familie. Die Europameister bei der Internet-Stellensuche sind die Dänen mit 93 Prozent, gefolgt von den Belgiern und Holländern (90 Prozent und 89 Prozent) und den Deutschen mit 84 Prozent. Das Schlusslicht bildet Italien mit 47 Prozent.
Bei der Arbeitsplatzsuche spielen auch die kulturellen Eigenheiten in den einzelnen Ländern eine Rolle. 53 Prozent der Franzosen bewerben sich direkt bei potenziellen neuen Arbeitgebern. In Dänemark und Italien werden die persönlichen Netzwerk-Kontakte mehr genutzt als in anderen Ländern. Demgegenüber hat in England und in der Schweiz das Zeitungsinserat - im Gegensatz zum übrigen Europa noch immer einen hohen Stellenwert. Und die Personalvermittler werden in England (70 Prozent) und Belgien (68 Prozent) am meisten bevorzugt.
Höchste Internet-Nutzung im IT- und Forschungsbereich
Die eifrigsten Internet-Nutzer für die Jobsuche in der Schweiz sind Beschäftigte in der Informatik (91 Prozent), im Forschungsbereich mit 89 Prozent und im Personalwesen mit 84 Prozent. Frauen und Männer benutzen das Internet gleichermassen. Jedoch bestehen deutliche Unterschiede bei der Stellensuche mit traditionellen Methoden. Während ein Fünftel der Männer ihre persönlichen Netzwerk-Kontakte für die Jobsuche nutzen, bevorzugen die Frauen eher die Stelleninserate (59 Prozent) und Vermittlungsagenturen (60 Prozent).