Schweizerinnen und Schweizer surfen vor allem abends unter der Woche im Internet. Drei Viertel der rund 3,711 Millionen Nutzer im Land begeben sich am Feierabend ins Netz, wie die neusten Erhebungen der WEMF AG für Werbemedienforschung zeigen.
62 Prozent der User brauchen das Internet indessen auch tagsüber und 24 Prozent am frühen Morgen. 17 Prozent nutzen das World Wide Web in der Nacht. An den Wochenenden ist die Nutzungsquote zwischen Tag und Nacht in etwa ausgeglichen.
Deutschschweizer und Romands unterscheiden sich in ihren Internet-Gewohnheiten nicht allzu sehr. Wie schon in früheren Jahren werden Email-Konten und Suchmaschinen am meisten benutzt. Ein tieferer Blick in die Statistiken zeigt aber, dass Romands öfters in elektronische Stadtpläne schauen als Deutschweizer.
Auch die Angaben zu Ausgang am Abend und Unterhaltung werden von den Französischsprachigen häufiger genutzt. Deutschweizer dagegen suchen im Internet häufiger nach Weiterbildungsmöglichkeiten.
Online-Schopping gesättigt
Online-Shopping scheint in der Deutschschweiz den Höhepunkt erreicht zu haben. Nachdem die Nachfrage von 1999 bis 2004 von 43 auf 74 Prozent gestiegen war, weist die jüngste Erhebung einen leichten Rückgang auf 73 Prozent aus. In der Westschweiz, wo die Erhebung erstmals gemacht wurde, gibt es 69 Prozent Online-Shopper.
Bücher, Eintrittskarten für Veranstaltungen sowie Hotelbuchungen standen am häufigsten auf elektronischen Einkaufszetteln. Flugtickets wurden von Romands deutlich öfter per Internet bestellt als von Deutschschweizern. Dafür nutzen letztere das Internet mehr für den Einkauf von Musik-Artikeln.