Schweizer «Tatort» fällt bei Test durch

SRF - Am 5. August kommt mit «Die Musik stirbt zuletzt» ein neuer Fall aus der Schweiz. Dieser hat laut «Bild» das Potenzial, zum schlechtesten «Tatort» aller Zeiten zu werden.

Am Sonntag, 5. August, strahlt SRF 1 erstmals den «Tatort» mit dem Titel «Die Musik stirbt zuletzt» aus. Diese Folge wurde in voller Länge während eines Konzertes im KKL in Luzern in einer einzigen Einstellung gedreht. Das heisst: Der ganze Schweizer «Tatort» von Regisseur Dani Levy kommt ohne einen einzigen Schnitt aus. Für den Dreh wurden im Vorfeld mehrere hundert Statisten gesucht (persoenlich.com berichtete).

Wie die deutsche «Bild» in der Samstags-Ausgabe berichtet, sei dieser «Tatort» bei Testvorführungen jedoch durchgefallen. Die Ausstrahlung sei auf der Kippe gestanden. Das Schweizer Fernsehen gibt sich dennoch zuversichtlich. «Einen Krimi in einer einzigen Einstellung zu drehen ist ein mutiges Unterfangen», sagt SRF-Filmchef Urs Fitze zu «Bild» (Artikel kostenpflichtig). «Die Frage war dabei immer, wie stabil der Spannungsbogen gehalten werden kann. Wir sind begeistert, dass sich der Mut ausgezahlt hat und der ‹Tatort› um ein Unikat reicher ist.»

Die Handlung ist schnell erzählt. Der «Tatort» spielt während eines Benefizkonzerts. Was ein besinnlicher Abend mit klassischer Musik werden soll, gerät aus den Fugen: Erpressung, Mord, dunkle Geheimnisse, ungesühnte Schuld. Und mittendrin die Ermittler Flückiger (Stefan Gubser) und Ritschard (Delia Mayer), die unter massivem Zeitdruck den Täter finden müssen.

Bisher galt «Babbeldasch» mit Kommissar Odenthal aus schlechtester «Tatort» aller Zeiten. Der vom SWR produzierte Beitrag wurde am 26. Februar 2017 ausgestrahlt. (cbe)