Roger Köppel und das Redaktionsteam der Weltwoche sowie der Fotograf und Filmer Marius Born sind mit dem Schweizerisch-Russischer Journalistenpreis 2007 ausgezeichnet worden. Der mit je 5'000 Dollar dotierte Preis wird vom Kooperation-Rat Schweiz | Russland verliehen und geht an Publikationen oder Journalisten, die sich in besonderer Weise der Vertiefung der Beziehungen zwischen der Schweiz und Russland einsetzen.
"Sich ein Urteil bilden statt Vorurteile verbreiten, sich mit Sachverhalten auseinandersetzen, Kenntnisse und Verständnis vertiefen -- das sind Werte, die die Weltwoche und das Redaktionsteam leben", würdigte Jury-Mitglied Beatrice Tschanz Köppels Wochenmagazin. Die Beiträge über Russland seien manchmal kritisch, manchmal anerkennend -- "doch immer geprägt von Respekt und dem Willen zu verstehen".
Marius Born erhielt den Preis für seinen Dokumentarfilm "Das kälteste Dorf der Welt -- 1000km durch die sibirische Wildnis". Der Film sei eine originelle, einfühlsame Reportage, die einen Einblick in einen Lebensbereich Russlands vermittelt, der den Menschen im Westen normalerweise verborgen bleibe, sagte Tschanz in ihrer Laudatio an einer Feier im Moskauer Journalistenhaus. Born, der am Institut für Angewandte Medienwissenschaft IAM unterrichtet, sei "ein Meister der Bildsprache". Der Weg in das Bauerndorf Oimjakon im Nordosten Sibiriens verschaffe "Einblicke und Eindrücke, die man nicht vergisst".