Schwere Vorwürfe gegen die Billag

Stiftung für Konsumentenschutz - "Inkassostelle betreibt Angstmacherei".

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) kritisiert die Billag scharf. Die Inkassostelle für die Fernseh- und Radiogebühren betreibe "Angstmacherei und Einschüchterung", sagt SKS-Geschäftsleiterin Sara Stalder gegenüber der "SonntagsZeitung". Die Stiftung ärgert sich über ein aktuelles Rundschreiben der Billag an Haushalte, die zwar Radio-, aber keine Fernsehgebühren bezahlen. Der Brief weist darauf hin, dass seit vergangenem September auch jene Haushalte TV-Gebühren entrichten müssen, in denen ein Mobiltelefon oder ein Computer für den Fernsehempfang via Internet ausgerüstet sind. Bedingung ist allerdings, dass sich der Besitzer bei einer Internet-TV-Firma hat registrieren lassen.

Das Schreiben sei zu kompliziert verfasst. Damit "übertölpelt" die Billag die Leute, so Stalder: Bei technisch wenig versierten Konsumenten könne der Eindruck entstehen, selbst ohne Anmeldung bei einem Internet-TV-Betreiber bestehe eine Gebürenpflicht. Die Billag weist die Vorwürfe gemäss "SonntagsZeitung" zurück. Das Schreiben sei verständlich verfasst.