Sechs Nominationen für Prix Courage

Beobachter - Auszeichung für Mut wird zum 10. Mal vergeben.

Zum 10. Mal verleiht die Zeitschrift der Beobachter den Prix Courage. eine fünfköpfige Jury unter dem Vorsitz des Schriftstellers Franz Hohler wird am 21. September anlässlich einer Galafeier bekanntgeben, wer die Auszeichnung für Mut im Alltag erhält. Der Beobachter hat am Donnerstag die sechs Nominationen mit den Begründungen bekannt gegeben.

Die Nominationen

Marianne Tschus: Als ihre fünfjährige Tochter von zwei Knaben aus dem Dorf sexuell missbraucht wurde, redete sie, statt zu schweigen -- und trug damit ein tabuisiertes Thema in die Öffentlichkeit.

Soraya Wernli: Die ehemalige Stellvertreterin von Dignitas-Gründer Ludwig A. Minelli deckte Missstände in der Sterbehilfeorganisation auf.

Caroline Kramer: Die Angestellte im Bundesamt für Gesundheit entdeckte, dass mit Steuergeldern ein Abstimmungskampf gegen Komplementärmedizin geführt werden sollte. Als sie diese Informationen in die Öffentlichkeit trug, wurde sie entlassen.

Margrit Kessler: Die Präsidentin der Schweizerischen Patienten-Organisation kämpft seit Jahren erfolgreich für die Rechte der Patienten.

Marina und Ruedi Suter: Das Ehepaar rettete eine Frau, die auf einen Bahnübergang gestürzt war, vor einem heranfahrenden Zug.

Paolo Dibartolo: Der 76-jährige Coiffeur griff ein, als ein Mann mit einem Messer auf eine Frau einstach und rettete damit dem Opfer vermutlich das Leben.