Das ZDF hat Sparauflagen, die die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) dem Sender verbindlich machte, missachtet und Stellen auf- statt abgebaut. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe. Der Bericht soll im Januar 2012 veröffentlicht werden.
Das ZDF habe für die Jahre 2007 und 2009 einem Abbau von 59 Stellen und später sogar von 128 Stellen versprochen, ingesamt aber 180 neue Stellen geschaffen. Weiter heisst es laut "Spiegel" in dem Bericht, dass sich gegenüber dem Ausgangsjahr 2008 "eine Steigerung von 308 besetzten Stellen" ergebe. Die Digitalangebote hätten zu einem unerwartet hohen Personalaufwand geführt, so die Begründung des ZDF. Doch, so der Artikel weiter, zweifle die KEF daran, ob das ZDF das nicht vorher hätte merken und ankündigen können.
Dem "Spiegel" sagte ZDF-Verwaltungsdirektor Hans Joachim Suchan: "Wir müssen den Auflagen der KEF entsprechen und werden sie umsetzen." Vom Etat her habe das ZDF die KEF-Auflagen umgesetzt, beim Personal jedoch nicht. In den nächsten vier Jahren müsse das ZDF nun 75 Millionen Euro beim Personal einsparen, um den neuen Auflagen zu genügen. Deshalb hat der Sender laut "Spiegel" einen Einstellungsstopp verfügt. (kress.de)