Der US-Milliardär Haim Saban will laut Magazinberichten seinen Anteil an ProSiebenSat.1 möglichst schnell verkaufen. Laut dem Wirtschaftmagazin Focus gibt es bereits Verhandlungen mit den Finanzinvestoren Apax Partners und der US-Investmentbank Goldman Sachs zu denen auch der französische TV-Sender TF1 gehört. Als Grund für den Verkauf führt Focus angebliche Steuerschulden von Saban an. Dieser brauche das Geld aus dem Verkauf angeblich, um Steuerschulden zu decken. Vor US-Behörden gab er kürzlich zu, dass er Aktiengewinne in Höhe von 300 Millionen Dollar nicht versteuert habe.
Bereits im Februar gab es Versuche, den Münchner ProSiebenSat.1-Konzern an den Springer-Verlag zu verkaufen. Damals war der Deal aber an den Einwänden des deutschen Bundeskartellamts und der Medienaufsicht KEK gescheitert. Die Preisvorstellungen des Besitzers sind inzwischen anscheinend gestiegen. Der Axel Springer AG hat man zu Beginn des Jahres noch ein Angebot von 23 Euro pro Aktie unterbreitet, was einem Kaufpreis von rund 2.5 Mrd. Euro für sämtliche Anteile von Saban bedeutet hätte. Sein neuer Wunschpreis liegt angeblich bei 30 Euro, wie es in Finanzkreisen heißt.