Anfang August wurde bekannt, dass Werner van Gent, langjähriger Ausland-Korrespondent des Schweizer Fernsehens, die Kündigung eingereicht hat. Wie die SonntagsZeitung berichtet, beendete van Gent das Arbeitsverhältnis aus Frust über die schlechten Arbeitsbedinungen. "SF zeigt, wahrscheinlich aus Spargründen, immer mehr Agenturmaterial statt Korrespondentenberichte. Die Folge ist, dass das Auftragsvolumen für freie Mitarbeiter zurückgeht. Deshalb habe ich meinem Vertrag gekündigt", sagt van Gent gegenüber der SonntagsZeitung. Er wirft SF vor, seit 2005 die Korrespondenten immer weniger einzusetzen und die Auslandsberichterstattung zu vernachlässigen.
Van Gent hält diese Entwicklung laut SonntagsZeitung für gefährlich: "Der sehr hohe Marktanteil von SF hat zur Folge, dass nur noch auf die Quote geschielt wird. Darunter leidet das Informationsangebot." Es dürfe nicht sein, dass beim gebührenfinanzierten Sender nur Themen mit Quotengarantie gezeigt würden. Van Gent soll mit seiner Kritik nicht alleine dastehen. Auch andere SF-Korrespondenten beklagen sich. Da internationale News-Dienste immer professionellere TV-Bilder lieferten und SF darauf vermehrt zurückgreife, gehe den Korrespondenten die Arbeit aus.