Im Juni 2005 hat der Verwaltungsrat der SRG SSR idée suisse Sparmassnahmen in der Höhe von insgesamt 82 Millionen Franken beschlossen. Die Sparvorgaben der SRG SSR an die Unternehmenseinheiten umfassen den Zeitraum 2006 bis 2010. Nach dem von der SRG SSR festgelegten Finanzplan stehen dem Schweizer Fernsehen ab dem Jahr 2009 knapp elf Millionen Franken pro Jahr weniger zur Verfügung als heute. Die Einsparungen erfolgen schrittweise, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt.
Alle Abteilungen müssten Prozesse und Abläufe optimieren. Ziel sei, dass in erster Linie die Gemeinkosten gesenkt und erst dann die Programme tangiert würden. Trotzdem hätten die Sparmassnahmen auch Auswirkungen auf die Programmstrategie. Primär sollen die Investitionen in Sendungen ausserhalb der Hauptsendezeit gesenkt werden. Sendungen wie "Retro", der "Filmclub" und der internationale Medienkunstpreis wurden deshalb aus dem Programm genommen.
Die Sparmassnahmen hätten auch Auswirkungen auf das Personal. Bis Ende 2009 müssen das Schweizer Fernsehen und das tpc zusammen schrittweise knapp 50 Stellen abbauen. SF und tpc werden diesen Stellenabbau vor allem durch natürliche Fluktuation, Pensionierungen und wenn nötig durch einen Einstellungsstopp umsetzen. Dennoch werden einzelne Kündigungen im Verlaufe der nächsten drei Jahre nicht zu vermeiden sein. Welche Stellen von SF und tpc betroffen sind, wird kommuniziert, sobald die Ergebnisse der folgenden Projekte vorliegen: Synergieprojekt SF / tpc, Strategiereview SF und nationales IT-Sourcing-Projekt.
Die künftige Personal- und Programmentwicklung hänge zudem von weiteren Faktoren ab, die zum heutigen Zeitpunkt noch unklar seien. So zum Beispiel von den neuen Technologien (DVBT und HDTV).
Auch Westschweizer TV muss sparen
Von Sparmassnahmen ist auch das Westschweizer Fernsehen betroffen. Bis Ende 2008 muss es 8,3 Millionen Franken einsparen, wie die Télévision Suisse Romande (TSR) am Freitag mitteilte. Dies bedeutet, dass etwa 40 Stellen abgebaut werden müssen. Wie beim SF ist auch bei der TSR mit einzelnen Kündigungen zu rechnen.