Robert Frank und die Avantgarde in Berlin stehen im Mittelpunkt des 7. Experimentalfilm-Festivals "Videoex". Es findet vom 20. bis 29. Mai in Zürich statt. "Behind the Image" heisst das Kernthema. Die Frage dahinter lautet: "Was macht einen Film zum Experimentalfilm?". Entscheidend ist die "Befreiung des Bildes aus seinem narrativen Korsett", wie Festivalleiter Patrick Huber am Dienstag vor den Medien sagte.
Der 80-jährige Zürcher Robert Frank ist als innovativer Fotograf weltberühmt. Ebenso kompromisslos sind seine Filme. "Videoex" zeigt deren vier, auf speziellen Wunsch des Künstlers auch "Keep Busy", die "nihilistische Komödie" von 1975.
Erstmals hat das Festival eine Gaststadt: Berlin. Zu sehen sind avantgardistische Filme von Fernand Léger, René Clair, Francis Picabia oder Walther Ruttmann, die vor 80 Jahren uraufgeführt wurden. Einen weiteren Programmblock bilden Arbeiten der 1966 gegründeten Deutschen Hochschule für Film und Fernsehen Berlin (DFFB): Dokumente der aufbrechenden Studentenrevolte von 1967/68.