Nach dem 80er- und 90er-Tag auf Radio Grischa steht der 21. Oktober im Zeichen der Siebziger. Musikhighlights und bunte Geschichten aus einem Jahrzehnt begleiten die Hörerinnen und Hörer einen Tag lang auf der Frequenz von Radio Grischa.
Was fällt einem nicht alles zu den 70ern ein? Ford Capri, Disco, Plateauschuhe, Spass am Dienstag, Sesamstrasse, Louis de Funès, Hornbrillen, freie Liebe, ZDF Hitparade, Schlaghosen, lange Koteletten, ABBA, Herr Rossi, Freestyle Haare, Heintje, Muppetshow, Plastik überall, Fiesta Mexicana, Selbstfindung, Saturday Night und vieles, vieles mehr... In der ganzen Auflistung darf zu guter Letzt natürlich eines nicht fehlen: die Musik.
Die 70er Jahre brachten wenige eigenständige musikalische Neuerungen hervor. Meistens wurden die Strömungen der 60er Jahre aufgegriffen und variiert. Der Polit- und Protestrock der 60er Jahre wich einer facettenreichen Softwelle, der erst die wütende Punk-Musik in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts die Stirn bot. Der bedeutendste neue Impuls für die Rockmusik kam aus Jamaika: Bob Marley, Peter Tosh, Jimmy Cliff u.a. schlugen einfache und harmonische Rhythmen an und sangen dazu Texte, die das Elend der Dritten Welt beklagten und zur Revolution aufriefen.
Unüberschaubar waren die Massen an populären Gruppen, die mit eingängigen Melodien sowie mit Liebes- und Weltschmerz-Texten international erfolgreich waren. Das allgemeine Vakuum nutzten Bands wie ABBA, die mit zeitlosen Schlagern zu den neuen Stars der Popszene aufstiegen. Ab Mitte des Jahrzehnts wurden in den Grossstädten allwöchentlich neue Diskotheken eröffnet. Als 1977 der Tanzfilm "Saturday Night Fever" mit John Travolta in die Kinos kam, war die Disco-Welle nicht mehr aufzuhalten, der Soundtrack der Bee Gees wurde zum Ohrwurm.