Das Rätselraten habe ein Ende, schreibt "20 Minuten"-Online heute Mittag, und veröffentlicht die lange erwarteten TV-Quoten. Diese seien der Zeitung zugespielt worden. Die Zahlen zeigen massive Veränderungen in der wichtigsten Werbezielgruppe - dem Marktanteil unter den 14- bis 49-Jährigen Deutschschweizern in der Primetime. Während SRF an Marktanteilen gewinnt, verlieren die Privatsender teilweise deutlich.
Es sei zwar zu erwarten gewesen, dass sich die Rangliste durch das neue Messsystem verschieben werde, doch die grossen Veränderungen übersteigen die Erwartungen: RTL Schweiz etwa büsst auf einen Schlag fast 30 Prozent Marktanteil ein. Überhaupt verlieren die grössten acht TV-Stationen deutlich an Marktanteilen. Die SRF-Sender hingegen legen klar zu.
Worauf diese enormen Verschiebungen zurückzuführen sind, ist bisher unklar und werde von SRF nicht kommentiert.
Branchenkenner trauen den Zahlen nicht - es gebe zu viele unerklärliche Ausreiser an einzelnen Tagen und für einzelne Sendungen. Sie können sich nicht erklären, weshalb zum Beispiel der TV-Konsum im Tessin plötzlich doppelt so hoch sei, wie im Jahr davor. Fragwürdig sei auch, dass laut den neuen Resultaten das zeitversetzte Fernsehen vor allem in der Romandie so beliebt sei.
Zweifel hegen Experten an der neuen Mess-Art, dem Audio-Matching, aber auch an der richtigen Gewichtung von Stadt und Land. Letzteres könnte der Grund sein, weshalb SRF im Vergleich zum Vorjahr besser dastehe, als die privaten Sender.
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