Social-Media-Kodex realisiert

"Tages-Anzeiger" - Chefredaktion gibt Empfehlungen ab.

Seit dem 1. Juli verfügt der "Tages-Anzeiger" über einen Social-Media-Kodex, der Richtlinien für die Mitarbeiter bezüglich ihrer Nutzung von Social-Media schafft. Ein solcher Kodex war schon länger in Planung (persoenlich.com berichtete). Beim "Verhaltenskodex für Mitarbeiter", der persoenlich.com vorliegt, handelt es sich um eine einzige A4-Seite, die sich mehr als Empfehlung, denn als Gesetzestafel liest und einen liberalen und sehr unaufgeregten Eindruck macht. Er bringt damit vor allem zum Ausdruck, dass sich die Chefredaktion mit den sozialen Medien und den möglichen Chancen und Gefahren in deren Nutzung durch ihre Mitarbeiter auseinandersetzt.

Im Kodex werden die Mitarbeiter ausdrücklich zur Nutzung von Social Media, dem Dialog mit der Leserschaft ermuntert und die neuen Medien als Informationsquelle gewürdigt. Die Selbstdeklaration als "Tages-Anzeiger"-Mitarbeiter in den sozialen Medien bleibt für die Angestellten unverbindlich. Von Aktivitäten, die den Ruf der Zeitung oder des Mitarbeiters schädigen könnten, wird abgeraten. Zur Verbreitung von "Tages-Anzeiger"-Bezahlinhalten heisst es: "Dies soll überlegt geschehen und sich quantitativ in Grenzen halten." Vertrauliches aus Redaktion, Verlag und Unternehmen darf nicht verbreitet werden. (bn)