Social Network-Plattform geht online

youme.net - Ringier experimentiert mit digitalen Kanälen.

"Under Construction -- the End", jubeln die Betreiber der jüngsten Schweizer Community-Plattform Youme.net. Die Website ging am Sonntag online. Seit Mai 2007 liefen testweise bereits Beta-Versionen.

Auf youme.net können User unter anderem ihr Profil anlegen, eigene Fotos sowie Videos hochladen und Bloggen. Ausserdem kann jedes Mitglied auch Communities gründen, zu welchen man dann seine Freunde einladen oder gar seinen Verein managen kann. Der Unterschied von "youme.net" zur Konkurrenz: Die Beiträge der User werden von Redaktoren betreut und je nach Thema auch crossmedial verbreitet. Durch die regionale Verankerung und den Bezug zum "realen Leben", kann ein echtes soziales Netzwerk entstehen, so die Hoffnung der Betreiber.

Hinter dem Projekt youme.net steht die Firma Freeflow mit Sitz im schwyzerischen Freienbach. Neben dem Luzerner Webdienstleister 4Screen und der Marketing-Agentur Academia Allegriai ist auch das Medienhaus Ringier zu 33 Prozent an Freeflow beteiligt. Doch welche Ziele verbindet man an der Dufourstrasse mit youme.net? Laut Sprecher Marco Castellaneta entspricht das Experiment der Konzern-Strategie, die stark auf digitale Kanäle setzt. "Für Ringier ausschlaggebend ist die Möglichkeit an einem Kommunikationsexperiment teilzunehmen und in eine völlig neuartige Plattform zu investieren."

Youme.net verbinde Eigenschaften eines Online Social Network wie MySpace oder Xing und einem Community-Host, mit einem "redaktionell animierten", also medialen Online-Ansatz. Das Medienhaus will gemäss eigenen Aussagen lernen, mit vornehmlich User-zentrierten Plattformen umzugehen und erhofft sich so, Zugang zu neuen Zielgruppen zu finden. "Es gibt uns die Chance, mehr über die Mediennutzung der so genannten 'Net Generation' zu erfahren", sagt Castellaneta. Er rechnet damit, dass sich bei youme.net in den nächsten 20 Monaten 50'000 aktive Mitglieder -- sogenannte "yousers" -- registrieren werden. Als Medienpartner ist Ringier laut Castellaneta aber auch am Content interessiert, der entstehen wird.

Gelingt das Experiment, könnte youme.net-Modell auch in anderen Ländern zum Einsatz kommen, so die Hoffnung der Medienmanager. (dvp)