Söhne eines Journalisten-Paares ermordet

Mexiko - Staatsanwaltschaft sieht keinen Zusammenhang mit Tätigkeit der Eltern.

Die zwei Söhne eines Journalistenpaares sind in der mexikanischen Stadt Chihuahua ermordet worden. Eine Gruppe Bewaffneter habe die 21 und 23 Jahren alten Männer vor der Haustür abgefangen und mit Sturmgewehren auf sie gefeuert, als sie am Samstagmorgen nach Hause kamen.

Dies berichtete die Tageszeitung "El Universal" am Montag. Deren Vater ist Finanzjournalist der Mediengruppe Imagen y Fórmula, die Mutter Polizeireporterin der Tageszeitung "El Peso" in Chihuahua.
 
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll die Tat "nicht im Zusammenhang mit der journalistischen Tätigkeit der Eltern" stehen. Mexikanische Medien hielten diese Einschätzung aber für voreilig.
 
Der Journalistenverband von Ciudad Juárez rief die Behörden von Chihuahua auf, wirksame Massnahmen zu ergreifen, um den oder die Täter zu finden. Die Ermordung der Familienmitglieder greife "erneut die Journalistengilde des Landes an".
 
Der an die USA grenzende Bundesstaat Chihuahua wurde in den vergangen Jahren immer wieder zum Schauplatz von Gewalttaten des organisierten Verbrechens. Reporter und örtliche Medien, die über Drogenhandel oder Korruption berichten, geraten ins Fadenkreuz der Verbrecher. Viele Journalistenvereinigungen und Menschenrechtsorganisationen zählen Mexiko daher zu den gefährlichsten Ländern für die journalistische Arbeit. (sda)