Zum Steinzeit-Experiment des Schweizer Fernsehens, die "Pfahlbauer von Pfyn", sind im Publikumsrat die Meinungen geteilt. Die einen hätten sich mehr vertiefte Information gewünscht, andere lobten die zurückhaltende Inszenierung.
Wer mit den "Pfahlbauern von Pfyn" eine Unterhaltungssendung mit einem gewissen Potenzial an Wissensvermittlung erwarte, komme nicht ganz auf seine Kosten, schreibt der Publikumsrat in einer Mitteilung vom Freitag. Die einzelnen Sendungen seien zudem eher trocken, was den Unterhaltungswert mindere.
Positiv vermerkt wird, dass keine "Big-Brother"-Atmosphäre gesucht und mit den Familien und Einzelpersonen keine effekthaschenden Inszenierungen angestrebt würden. Auf diese Weise könnten sich auf Dauer aber auch kaum emotionale Elemente entwickeln.
Der Publikumsrat bezeichnet die Sendung deshalb als "schwieriger Spagat zwischen Emotionen und Wissenschaft". Durchwegs gute Noten erhalten die Experten. Sie würden ihr profundes Wissen anschaulich und verständlich vermitteln, schreibt der Rat. Auch Moderator Oliver Bono wird gelobt.
Dok-Serie zu Kriminalfällen 'gut gelungen'
Die Sommerserie über aufsehenerregende Kriminalfälle der Schweiz bezeichnet der Publikumsrat als "verständlich, leicht nachvollziehbar und sensibel". Es sei sachlich berichtet worden, obwohl es sich doch um emotional aufwühlende Fälle gehandelt habe. Dank viel Respekt sei die schwierige Gratwanderung der Dok-Serie gut gelungen.
Gute Noten erteilt der Publikumsrat auch der Sommerserie von SF Spezial "Fernweh: Zug um Zug". Die Sendungen seien kurzweilig und unterhaltsam gewesen. Mitunter hätte er sich jedoch noch etwas mehr Informationen zu Land und Leuten gewünscht, schreibt der Publikumsrat.