Sonderausgabe zum 150. Geburtstag

Nebelspalter - Das Satiremagazin schaut in seiner Jubiläums-Ausgabe auf seine bewegte Geschichte seit seiner Gründung 1875 zurück. Ausserdem vergibt der «Nebi» erstmals einen Preis für die beste Karikatur des Jahres, bei dem das Publikum als Jury amtet.

Der Nebelspalter ist eine schweizerische Institution. 1875 von Jean Nötzli in Zürich als «Illustriertes humoristisch-politisches Wochenblatt» gegründet, gilt es seit der Einstellung des englischen Punch (1841–2002) als das älteste existierende Satiremagazin der Welt.

Seine Blütezeit hatte es während der Zeit der Nationalsozialisten, als der legendäre Carl Böcklin («Bö») mit seinen Karikaturen den Widerstand gegen Nazi-Deutschland manifestierte. Seit 2021 ist der bekannte Journalist, Publizist und Buchautor Markus Somm Verleger des Nebespalter. Er hatte ihn von seinem Vorgänger, dem Thurgauer Verleger Thurgauer Verleger Thomas Engeli übernommen, der die Zeitschrift 1998 vor deren geplanten Einstellung rettete und heute noch an der Zeitschrift beteiligt ist.

Warum verging den Nazi beim Nebi-Lesen der Humor?

Unter Somm wurde die Marke Nebelspalter zudem digitalisiert. In seiner Jubiläumsausgabe, die ab sofort erhältlich ist, blickt das Magazin auf seine bewegte Geschichte zurück und stellt sich die Fragen: Warum verging selbst den Nazis bei der Nebi-Lektüre der Humor? Welche ikonischen Zeichner prägten den Stil und die Bildsprache des Magazins? Warum ist Satire in der heutigen unübersichtlichen Weltlage so wichtig? Und welche alten Werbe-Inserate könnten heute wohl nicht mehr ohne «Shitstorm» gedruckt werden?

Nebelspalter-Preis für beste Karikatur

Erstmals wird nun der «Nebelspalter-Preis» für die beste Karikatur des Jahres vergeben. Es handelt sich dabei um einen Publikumspreis bei dem alle Interessierten bis zum 6. April unter www.nebelspalter.ch/preis abstimmen können. «Mit diesem Preis möchten wir unsere Karikaturistinnen und Karikaturisten würdigen. Denn sie tragen ganz klar zum Erfolg des Nebelspalters bei», so Produktionsleiterin Marina Jung gegenüber persoenlich.com. Dem Verlag sei es wichtig, dass das Publikum den Favoriten wähle, nicht etwa eine Jury. Damit möchte man den Schweizerinnen und Schweizern aufzeigen, dass es den «Nebi» immer noch gäbe. (pd/ma)