Sophie Hunger, Pegasus und Weitere melden sich zu Wort

No Billag - Über 5000 Kulturschaffende und mehr als 50 Verbände stehen gegen die No-Billag-Initiative ein.

Am Sonntag sind über 5000 Kulturschaffende an die Öffentlichkeit getreten, «um die Bevölkerung zu einem Nein am 4. März zur gefährlichen No-Billag-Initiative aufzurufen», wie sie in einer Mitteilung schreiben. Unter den auf der Website Aufgeführten befinden sich bekannten Namen wie Martin Suter Melanie Oesch, Anatole Taubmann, Sophie Hunger, Pegasus, Emil oder Ursus und Nadeschkin.

Die No-Billag-Initiative wolle die SRG zerschlagen. Auch 13 regionale Fernsehstationen und 21 Lokalradios wären in ihrer Existenz bedroht. Das stelle nicht nur die freie Meinungsbildung in Frage, sondern auch die kulturelle Tradition der Schweiz: von Volksmusik bis Techno, vom «Bestatter» bis zum Spielfilm, vom Krimi bis zum Humorfestival.

Für die Kulturschaffenden ist klar: Rein werbefinanzierte Sender hätten einen massiv kleineren Anteil an Schweizer Musik als die SRG und andere gebührenfinanzierte Privatradios. Sparten wie Klassik, Volksmusik, Jazz oder Rock würden nicht mehr stattfinden. «Gerade auch für die Film- und Dokumentarfilm-Produktion in der Schweiz ist die SRG eine existenziell wichtige Partnerin», schreiben sie.

Den Aufruf unterzeichnet haben Kulturschaffende aller Genres und aus über 50 Verbänden: Musikerinnen, Schauspieler, Autorinnen, Literarische Übersetzer, Filmschaffende, Kabarettisten, Sprecherinnen, Tänzer - sowohl Laien als auch Profis. (pd/eh)