Der Sportchef des Schweizer Fernsehens, Urs Leutert, spricht mit dem Magazin important! über die Zukunft des Sportfernsehens und die Sparpläne der SRG. Auswirkungen werden die Sparpläne erst an der Ski-Weltmeisterschaft 2007 in Schweden haben, so Leutert.
Der Sportchef fordert künftig mehr "schöne Bilder, Emotionen, näher ran an die Menschen". Zudem wolle er auch Meinungen nicht nur 'Wahrheiten" debattieren. Er sei auch der Wahrhaftigkeit verpflichtet. Darum sei es nie zur Diskussion gestanden, ob die "Spuckbilder" von Alex Frei gezeigt würden oder nicht.
wilLeutert will auch einen neuen Sportbereich ins Fernsehen bringen: Der Adventure- und Trendbereich finde noch keinen Platz. Er denke an Sportarten wie Bergsteigen oder Gigathlon -- die Leute, die diesen Sport selber betreiben, wollten auch Sendungen zu diesen Themen sehen. Gnadenlos ist Leutert, wenn es darum geht, welche Events übertragen werden. Er ist der Meinung, dass keine Sportart oder kein Event 'sterben' muss, weil das Fernsehen nicht berichtet. Im Gegenteil: er sagt, dem Event fehle dann "offensichtlich die Existenzgrundlage".