Dem DSF Deutsches Sportfernsehen in Ismaning bei München droht der Verlust der Sendelizenz. Denn sein Programm besteht nur noch zu 41.9 Prozent aus Sport. Das meldet die Fernseh-Zeitschrift "Gong" in ihrer jüngsten Ausgabe. Am 30. April läuft die von der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien (BLM) erteilte Sendelizenz aus. Über ihre Verlängerung muss am 22. März der BLM-Medienrat entscheiden. Laut BLM-Präsident Wolf-Dieter Ring (65) wurde das DSF als Spartenprogramm mit Schwerpunkt Sport genehmigt.
Das "Deutsche Sportfernsehen (gestartet am 1. Januar 1993) macht seinem Namensbestandteil Sport wenig Ehre, wie eine Untersuchung von media102 ergibt. Anrufgewinnspiele wie das "Sportquiz" und Erotik-Clips im Nachtprogramm verwässern laut Gong die Programmbilanz.
Die Unausgewogenheit im Programm mit nur noch 41.9 Prozent Sportanteil könnte jetzt die Existenz des des Privatsenders gefährden. Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring bestätigt gegenüber dem Gong, dass die sogenannten Call-in-Formate in der BLM immer wieder kritisch diskutiert wurden -- auch wenn das DSF beteuerte, deren Anteil 2007 wie bereits im Vorjahr um 20 Prozent zu reduzieren.