Sportjournalist wegen Falschmeldung suspendiert

Washington Post - Absichtlich unwahre Informationen getwittert.

Mike Wise, Sportjournalist bei der Washington Post, hat via Twitter eine absichtliche Falschmeldung lanciert. Damit wollte er beweisen, dass Journalisten und Blogger Informationen meist ungeprüft übernehmen und publizieren. Dazu setzte er eine erfundene Meldung über eine Spielsperre für den NFL-Quaterback Ben Roethlisberger in die Welt. Die Übernahmen der Falschmeldung bestätigten seinen Verdacht. Dennoch ging der Versuch für Wise selbst nach hinten los. Er wurde von seinem Arbeitgeber für einen Monat suspendiert.

Stunden nach dem Posting verkündete Wise, dass die Message eine Falschmeldung war. Mit der kritischen und heftigen Reaktion hat der Reporter nicht gerechnet: Viele Sport-Blogger waren wütend und fanden, dass Wise und seine Zeitung keine glaubwürdige Nachrichtenquelle mehr sind. Die Washington Post hat den Sportjournalisten daraufhin suspendiert. Wise entschuldigte sich bei seinen Kollegen und Vorgesetzten für den Vorfall. Er scheint nun zu wissen, dass die Verbreitung falscher Informationen online, dieselben Konsequenzen haben, wie offline. Mit seiner Aktion gelang es Wise jedoch, die Bedeutung von Twitter als wichtige Informations-Pipeline hervorzuheben. (pte)