Mit der Geschwindigkeit des Online-Journalismus und seinen Tücken hatte am Dienstag die "Neue Zücher Zeitung" zu kämpfen: Die unter Fussball-Fans mit Spannung erwartete Entscheidung, was Bayerns Erfolgs-Trainer Jupp Heynckes künftig macht, hat die Onliner bei NZZ.ch dazu inspiriert, mindestens zwei als wahrscheinlich geltende Versionen vorzubereiten.
Wie meedia.de schreibt, hatte die eine Textversion den Titel: "Heynckes tritt in den Ruhestand". Die andere: "Heynckes wird Trainer von Real Madrid". Versehentlich wurden dann beide Versionen kurzzeitig gleichzeitig online veröffentlicht. Die "Ruhestands"-Variante interessanterweise in der Rubrik "Eishockey", statt in "Fussball". Screenshots aus Christoph Lippoks Facebook-Seite dokumentieren den Mehrfach-Jupp:
Unglücklicherweise hat sich dann aber Jupp Heynckes in der Realität weder für die eine NZZ-Variante, noch für die andere entschieden. Er macht erstmal Pause. Dies forderte von der NZZ eine dritte Schlagzeile: "Heynckes gönnt sich Ruhepause". Im Vorspann steht schliesslich: "Er wechselt somit nicht zu seinem ehemaligen Verein Real Madrid. Von einem Ruhestand wollte er aber nicht reden." Das Schlagzeilen-Triple ist damit komplett.
Auf der Redaktion der NZZ nimmt man diesen Vorfall sportlich: "Asche auf unser Haupt. Gut gedacht, falsch gemacht. Sorry.", beantwortet der stellvertretende Chefredaktor Luzi Bernet einen entsprechenden Tweet. Und in den Kommentaren wendet sich die Redaktion in einer Anmerkung an die Leser: "Sie haben natürlich recht. Wir entschuldigen uns in aller Form, den 'Knopf zu früh gedrückt zu haben'". (meedia/eh)