Der Rechtsstreit zwischen dem Wettermoderator Jörg Kachelmann und dem deutschen Verlagshaus Axel Springer geht in die nächste Runde. Die Anwälte von «Bild» und Bild.de haben Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt. Dies schreibt meedia.de mit Verweis auf den Evangelischen Presse Dienst.
«Wir haben eine klare Position: Wahrheitsgemässe Berichterstattung über Gerichtsverfahren gegen bekannte Persönlichkeiten darf nicht durch Strafzahlungen in dieser Grössenordnung sanktioniert werden», erklärte ein Sprecher des Axel Springer Konzerns gegenüber dem Dienst. Nach wie vor sieht man in der hohen Summe «eine einschüchternde Wirkung auf die freie Presse».
Das Oberlandesgericht Köln verurteilte die «Bild»-Zeitung und Bild online zusammen in 26 Fällen schwerwiegender Persönlichkeitsverletzungen zu einer Schmerzensgeldzahlung in Höhe von 395'000 Euro.
«Springer soll sich nicht beklagen», sagt Kachelmanns Medienanwalt Ralf Höcker gegenüber meedia.de. Wer die Menschenwürde 26 mal mit Füssen trete, müsse dafür halt 26 mal mehr zahlen als ein einmaliger Rechtsbrecher. (wid)