Springer will Beteiligung verkaufen

ProSiebenSat.1 - Überraschender Ausstieg des Medienkonzerns.

Der Medienkonzern Axel Springer plant, seine Beteiligung am TV-Unternehmen ProSiebenSat.1 zu verkaufen. In einer Mitteilung vom Dienstag teilte das Unternehmen mit, einen Kaufvertrag in der Höhe von mehr als 509 Millionen Euro mit den ProSiebenSat.1-Mehrheitseignern KKR und Permira abschliessen zu wollen.

Springer hält derzeit 12 Prozent Stamm- und 12 Prozent Vorzugsaktien. Laut Mitteilung steht der Verkauf aber noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) sowie der Auszahlung des Kaufpreisanteils durch die Banken des Käufers.

Vor zwei Jahren hatte die deutsche Kartellbehörde die Pläne Springers gestoppt, ProSiebenSat.1 zu erwerben. Dessen ungeachtet hat der Konzern immer wieder sein Interesse kund getan, die Sendegruppe doch noch zu übernehmen. Zuletzt im Herbst dieses Jahr. Offenbar hat man diese Pläne nun begraben.