Im Rahmen des SRG-Sparprogramms muss SRF ab 2016 umfangreiche Sparmassnahmen umsetzen. Am Donnerstagnachmittag informierte SRF die Mitarbeiter in einer Zusammenkunft darüber, welche Folgen das hat. Das Sparprogramm erfolgt laut einer Medienmitteilung vorrangig in Technik- und Supportfunktionen.
Insgesamt werden bei SRF und tpc 102 Stellen gestrichen. Über Fluktuationen, Pensenreduktionen und vorzeitige Pensionierungen soll die Zahl der Kündigungen so tief wie möglich gehalten werden. Die Sozialpartner haben laut Mitteilung einen Sozialplan ausgehandelt.
"Das ganze Haus muss sparen. Bei verschiedenen Redaktionen fallen Stellen weg", erklärt SRF-Sprecherin Andrea Wenger auf Anfrage von persoenlich.com.
Weniger eigenproduzierte Shows
Die Sparmassnahmen sollen für das Publikum möglichst wenig spürbar sein, heisst es in der Mitteilung. Einzelne Abstriche beim Programm seien jedoch unvermeidlich. So reduziert SRF ab 2016 bei einzelnen Struktursendungen die Zahl der Neuproduktionen.
Davon betroffen sind "Puls", "Einstein", "sportlounge"/"sportaktuell", "Aeschbacher" und "Kulturplatz" mit rund sechs Ausgaben pro Jahr. Am Samstagabend werden künftig weniger eigenproduzierte Shows zu sehen sein. Der "SwissAward" ist im Januar 2016 letztmals im Programm. "Wir mussten schnell greifende, nachhaltig wirkende und einschneidende Massnahmen ergreifen", begründet Wenger die Wahl der Formate.
Bauliche und technische Entwicklung nicht betroffen
Vom Sparprogramm nicht tangiert werden laut der Meldung bauliche und technische Entwicklungen der Standorte Leutschenbach und Basel, die mittelfristig die Betriebskosten senken werden.
Ab 2016 muss die SRG 40 Millionen Franken einsparen; der Betrag erhöht sich bis 2018 auf 50 Millionen Franken. Der Anteil von SRF beträgt 2016 12 Millionen Franken und erhöht sich bis 2018 auf 14 Millionen Franken. Hinzu kommen zusätzliche Einsparziele von SRF, sodass bis 2018 insgesamt 23 Millionen eingespart werden müssen. (pd/wid)
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