SRF-Doku über Geld und Geschlechter gerügt

UBI - Die Sendung mit dem Titel «Ist Geld Männersache? Warum Frauen ärmer sind» verletze das Sachgerechtigkeitsgebot.

Die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) hat eine Beschwerde gegen eine «Dok»-Sendung von SRF mit dem Titel «Ist Geld Männersache? Warum Frauen ärmer sind» und einen dazugehörigen Online-Artikel gutgeheissen, teilte die UBI am Freitag mit. 

Der Beschwerdeführer habe gerügt, dass die Sendung entgegen dem selbst deklarierten wissenschaftlichen Anspruch Einzelfälle aktivistisch instrumentalisiert habe. Daten seien unzulässig interpretiert und Studienergebnisse teilweise falsch wiedergegeben worden.

Dieser Kritik konnte sich die UBI mit 8 zu 1 Stimmen anschliessen. Der Film sei unsorgfältig recherchiert worden und in zu vielen Aussagen fehlerhaft, schreibt sie. Das Publikum habe sich keine eigene Meinung zum Thema bilden können, weil der These widersprechende Aspekte und eine Einordnung der Zahlen für die Schweiz gefehlt hätten.

Einstimmig wies die UBI auf der anderen Seite andere Beschwerden ab. So gegen zwei Ausgaben des «Club», die sich beide mit dem Krieg im Iran befasst hätten. Eine Verharmlosung des Kriegsleids, wie moniert worden war, sei nicht ersichtlich gewesen. 

«Niederdorfoper» verletzt religiöse Gefühle nicht

Ebenfalls abgewiesen wurden drei Beschwerden wegen der Verletzung der christlichen Osterwürde. So war moniert worden, dass die Ausstrahlung der «Kleinen Niederdorfoper» am Karfreitag sowie zwei «Sternstunde»-Ausgaben am Ostersonntag die religiösen Gefühle von Christen verletzt hätten.

Diese Argumentation konnte die UBI nicht nachvollziehen. Während zwei der drei beanstandeten Sendungen das Christentum gar nicht thematisiert hätten, sei in der Sendung «Sternstunde Philosophie» respektvoll mit dem Bedeutungsverlust des traditionellen Gottesglauben umgegangen worden. (sda/spo)