SRF kontert harsche Kritik der Grünen

Arena-Verzicht - Die Politsendung würde der Hetzerei von SVP-Fraktionspräsident Thomas Aeschi erneut eine Plattform bieten, begründen die Grünen ihr Fernbleiben in der «Arena» vom Freitag zum Ukraine-Krieg. Ein Vorwurf, auf den SRF in den sozialen Medien genauso deutlich reagiert.

In der «Arena» vom Freitag diskutierten die Parteispitzen von SP, FDP, SVP, die Mitte und GLP über den Ukraine-Krieg. Nicht vertreten waren die Grünen – und dies freiwillig. Auslöser für den Verzicht auf die SRF-Sendung waren die Aussagen von Thomas Aeschi, die der SVP-Fraktionspräsident am Mittwoch im Nationalrat getätigt hatte: «Es darf nicht sein, dass Nigerianer oder Iraker mit ukrainischen Pässen plötzlich 18-jährige Ukrainerinnen vergewaltigen», so der Wortlaut Aeschis, der für die SVP in der SRF-Sendung auftrat.

Fraktionspräsidentin Aline Trede hätte die Grünen in der «Arena» repräsentieren sollen. In einer Medienmitteilung vom Freitag wählte sie deutliche Worte: «Die SRF-‹Arena› gibt der rassistischen Hetze von SVP-Exponenten eine Plattform, indem sie die Entgleisung von Thomas Aeschi im Nationalrat aktiv thematisieren wird. Rassismus darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben.» Und weiter: «Wir Grüne können und wollen diese Plattform für Rassismus in der aktuellen Arena nicht legitimieren. Ich nehme deshalb nicht teil.» 

Eine harsche Kritik, welche «Arena»-Redaktionsleiterin Franziska Egli auf Twitter vor der Sendung ebenso deutlich konterte: «Die Redaktion will die Aussagen von Thomas Aeschi kurz ansprechen. Das muss sein – alles andere wäre unjournalistisch. Die SRF-‹Arena› kann und will Bedingungen und Druckversuchen nicht nachgeben.» (tim)