Die Weltmeisterschaften im Orientierungslauf finden in diesem Jahr zum vierten Mal in der Schweiz statt. In Flims und Laax GR werden die Medaillen in den Wald-Wettbewerben vergeben, wie es in einer Mitteilung von SRF heisst. Als «Host Broadcaster» produziert die SRG das Weltsignal der Wettkämpfe. Schweizer Radio und Fernsehen zeigt alle Entscheidungen am 13., 15. und 16. Juli live auf SRF zwei. Eine Übersicht über die Läufe kann hier aufgerufen werden.
Weniger Titel als 2003 und 2012
Da die globalen Wettkämpfe seit 2019 in alternierende Sprint- und Wald-Weltmeisterschaften aufgeteilt sind, wird es im Bündnerland anders als 2003 in Rapperswil-Jona SG und 2012 in Lausanne VD nur Entscheidungen in der Mittel- und Langdistanz sowie der Staffel geben.
Schweizer Radio und Fernsehen wird die drei Wettkämpfe pro Geschlecht live im Fernsehen sowie im Livestream auf srf.ch/sport und in der SRF Sport App übertragen, wie es weiter heisst. Reto Held kommentiert die Rennen vor Ort gemeinsam mit der 23-fachen OL-Weltmeisterin Simone Niggli. Lukas Ninck führt durch das Rahmenprogramm und sorgt für Stimmen aus dem Zielraum beim Sportzentrum «Prau La Selva». Im Radio meldet sich Jan Zürcher mit regelmässigen Einschaltungen.
«Beste Läuferin aller Zeiten als Expertin»
«Im Orientierungslauf ist das Kommentieren unglaublich anspruchsvoll», wird Reto Held in der Mitteilung zitiert. Da die Läuferinnen und Läufer in der Regel allein unterwegs seien und keine vorgegebenen Strecken bestünden, müsse man sich auf die gezeigten Bilder sowie die GPS-Daten verlassen. «Zum Glück haben wir mit Simone Niggli die beste Orientierungsläuferin aller Zeiten als Expertin in unseren Reihen. Sie kann die Routenentscheide blitzschnell beurteilen und den Zuschauenden spannende Einblicke liefert», so Held.
Für die Bilder der Rennen sorgen Regisseur Armin Fankhauser und sein Team. Mit rund 18 Kameras produziert die SRG gemäss Mitteilung die Rennen und sorgt für das Weltsignal der Titelkämpfe. «Ein Wald ist eigentlich überhaupt nicht fernsehfreundlich, es gibt zahlreiche Herausforderungen», erklärt Fankhauser. Beispielsweise dürften die Kamerapositionen nichts über die Idealroute oder Postenstandorte verraten. Zudem gebe es eine grosse Fläche, welche nicht durch Kameras abgedeckt sein werde. «Deshalb arbeiten wir einerseits mit GPS-Signalen, um die jeweilige Routenwahl sichtbar zu machen, andererseits haben wir vier Personen mit ‹Running Cams› im Einsatz», so Fankhauser. «Diese werden den Athletinnen und Athleten im Wald partiell folgen und für spektakuläre Bilder sorgen.» (pd/yk)