SRG-Tochter im Tessin muss Gürtel enger schnallen

RSI - Auf dem Prüfstand stehen 16 Stellen.

Das budgetierte Defizit beim Radio- und Fernsehen der italienischen Schweiz (RSI) wird in diesem Jahr höher ausfallen als erwartet. Aus diesem Grund müssen im Budget für das kommende Jahr zehn Millionen Franken eingespart werden. Auf dem Prüfstand stehen 16 Stellen. Ab dem 1. Januar 2010 wird die Unterhaltungssendung "LaTele", die sich über den ganzen Tag erstreckt, gestrichen, wie die RSI am Dienstag auf ihrer Internetseite mitteilte.

Reduziert werde auch die Produktion von eigenen Filmen und Serien. Dadurch sollen insgesamt sechs Millionen Franken gespart werden. Abstriche werden ferner bei Sonderprogrammen, der Tagesschau am Morgen sowie beim Studiodekor gemacht. Massenentlassungen werde es bei der RSI keine geben, wird Direktor Dino Balestra auf der Internetseite der RSI zitiert. Aber in einigen Fällen werde es Diskussionen über die zukünftige Funktion geben. Auf dem Prüfstand stünden 16 Stellen.

Ein Communiqué der Gewerkschaft OCST, das von 16 Entlassungen sprach, bezeichnete Balestra auf Anfrage als "journalistischen Unfug". Da einige Sendungen gestrichen würden, müssten für das zuständige Personal neue Beschäftigungen innerhalb des Unternehmens gefunden werden. Zu diesem Zweck sei eine Arbeitsgruppe geschaffen worden. Es handle sich um talentierte Leute, auf deren Dienste die RSI nicht verzichten wolle, sagte Balestra. Diejenigen Angestellten, die einen unbefristeten Vertrag hätten, würden in einer anderen Funktion bei der RSI bleiben. Ferner gebe es noch Mitarbeiter, deren Arbeitsvertrag im kommenden Juni auslaufe. Für Spekulationen um deren Zukunft sei es noch zu früh. (sda)