SRG-Urgestein weibelt hinter den Kulissen

No-Billag-Initiative - Der Ex-Kommunikationschef Iso Rechsteiner will sich für ein Nein zur No-Billag-Initiative stark machen. Er will Kräfte für den Abstimmungskampf zusammenführen. Die Vorlage sei gefährlich, sagt der 51-Jährige im «SonntagsBlick».

Das Nein-Lager zur No-Billag-Initiative bekommt eine gewichtige Unterstützung: Iso Rechsteiner, der ehemalige SRG-Kommunikationschef, weibelt hinter den Kulissen gegen die Initiative, wie es im «SonntagsBlick» heisst. Der 51-Jährige will Kräfte für den Abstimmungskampf zusammenführen, freiwillig und aus Eigeninitiative.

«Mein Ziel ist es, Institutionen, Verbände, Kultur und Firmen an Bord zu holen», sagt Rechsteiner zum SoBli. Er verdiene mit seinem Engagement keinen Rappen, Mandate habe er keine. «Mir geht es um die Sache.» Die No-Billag-Initiative sei gefährlich. Kritik an der SRG sei zwar legitim, «aber diese Vorlage schüttet das Kind mit dem Bade aus», so Rechsteiner weiter. «Ich will nicht in einem Land ohne öffentlich-rechtliche Medien leben.»

Rechsteiner hat ein breites Netzwerk. Von 2011 bis 2015 leitete er die SRG-Kommunikationsabteilung (persoenlich.com berichtete). Davor, ab 1994, war er Journalist, leitete Radio-Regionalredaktionen und wurde später Radiodirektor des damaligen Radio DRS. Heute ist Rechsteiner Inhaber der PR-Firma Mint Communications.

Ebenfalls gegen die No-Billag-Initiative stark macht sich der Verein «Nein zum Sendeschluss». Der Vorstand setzt sich aus dem Schriftsteller Pedro Lenz, Urs Schneider (VRP & Inhaber Mediaschneider), MAZ-Direktor Diego Yanez, und Laura Zimmermann, Co-Präsidentin Operation Libero, zusammen (persoenlich.com berichtete). (cbe)