Das Medienmagazin «Edito» muss künftig mit 90'000 Franken weniger auskommen. Eine knappe Mehrheit der Delegierten des Syndikats Schweizer Medienschaffender (SSM) habe entschieden, die Mitfinanzierung per Ende 2018 einzustellen, heisst es in der «Medienwoche». Das Medienmagazin «Edito» wird bislang von den Gewerkschaften Syndicom, SSM und dem Berufsverband Impressum gemeinsam finanziert.
«Damit bringt die Gewerkschaft jene Publikation in Schieflage, die sie einst selber mitgegründet hatte», schreibt Nick Lüthi in der «Medienwoche». Den Entscheid, dem Medienmagazin die Mittel zu streichen, habe man nicht leichtfertig gefällt, wird SSM-Präsident Ruedi Bruderer zitiert. Man habe jedoch die Priorität auf die Sanierung der eigenen Finanzen gesetzt.
«Ich bin zuversichtlich, dass es ‹Edito› auch im nächsten Jahr in der gleichen Form wie heute noch geben wird», sagt Verleger Ivo Bachmann der «Medienwoche». Er müsse sich nun überlegen, wie er mit weniger Mitteln auskommen soll. Um «den angerichteten Schaden in Grenzen zu halten», weible SSM derzeit bei den Mitgliedern dafür, künftig «Edito» zu abonnieren. (cbe)