Der Start der neuen Gratiszeitung Punkt.ch ist geglückt. Laut Sacha Wigdorovits sind insgesamt 405'000 bis 410'000 der Startauflage von 435'000 Exemplaren verteilt worden. Mit der Verteilung der Zeitung habe es deutlich besser geklappt, als er erwartet habe, sagte der Initiant des neuen Blattes. Zu einzelnen Pannen sei es allerdings gekommen. Dort seien Verspätungen von bis zu 45 Minuten entstanden. Aus Bern habe er Meldung erhalten, dass einzelne Verteilkästen schon am frühen Morgen leer gewesen seien. Ob die Zeitungen gestohlen wurden und wenn ja, von wem, sei nicht klar.
Die Hauptgeschichte der Frontseite widmete das Gratisblatt den "Kids", für die in der Schule "mehr Wirtschaftskunde statt Handarbeit" gefordert wird. Im Editorial der Erstausgabe bot Chefredaktor Rolf Leeb eine "Qualitätszeitung" und "Orientierungshilfe" mit "Schwerpunkten Nachrichten, Lifestyle und Sport" an, die aus Mücken keine Elefanten machen wolle. Man wolle nicht Hysterie entfachen, sondern "Ereignisse unaufgeregt und gelassen schildern und erklären".
".ch", hinter dem keines der grossen Schweizer Medienhäuser steht, will sich unter anderem durch die weitgehende Zustellung nach Hause von den bestehenden Gratiszeitungen abheben. Es erscheint in und um Zürich, Basel, Bern, Luzern und St. Gallen. Der grösste Teil der Zeitung wird jeweils frühmorgens direkt in die Haushalte verteilt. Die Erstausgabe umfasste 44 Seiten, 14 davon waren Werbung. (pers/sda)