"Der Spiegel" will sich künftig bei der Arbeit über die Schulter schauen lassen. Wie der deutsche Branchendienst Horizont berichtet, ist seit dem Wochenende der Redaktionsblog des Nachrichtenmagazins online. Dieser soll interessierten Lesern Einblick in die Arbeit der Redaktion geben.
"Die Arbeit von uns Journalisten endet längst nicht mehr mit der Publikation dessen, was wir recherchiert haben", schreibt Chefredakteur Georg Mascolo in seinem Begrüssungseintrag. "Wir wollen deshalb hier am Gespräch über unsere Arbeit teilnehmen - etwa indem wir über den Ablauf, aber auch die Folgen und Auswirkungen von Spiegel-Recherchen berichten."
Mit dem Spiegelblog - nicht zu verwechseln übrigens mit dem gleichnamigen, "Spiegel"-kritischen Blog des Journalisten Torsten Engelbrecht - will die Redaktion nun "Einblicke in die Arbeit der rund 200 schreibenden "Spiegel"-Redakteure, 87 Dokumentationsjournalisten, und der weiteren Verlagsabteilungen liefern, die allwöchentlich für Sie an der nächsten Ausgabe arbeiten", so Mascolo weiter.
Vor allem wolle man mit dem Spiegelblog ein Forum für eine Debatte über die eigenen Rechercheergebnisse und Beiträge bieten und so Teil dieser Konversation im Internet werden. "Das ist Medienalltag und Ausdruck einer skeptischen und kritischen Öffentlichkeit, die auch von der skeptischen und kritischen publizistischen Haltung des Spiegel geprägt wurde". (horizont.net)