Stellenabbau bei der deutschen "Bild"-Zeitung

Axel Springer - 200 Arbeitsplätze gefährdet.

Der deutsche Verlag Axel Springer zieht einem Medienbericht zufolge Konsequenzen aus der Flaute auf dem Printmarkt und plant massive Einsparungen sowie einen Stellenabbau bei der "Bild"-Zeitung. Es gehe um 20 Millionen Euro, sagten mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen dem Magazin "Spiegel".
 
Demnach könnten bei der "Bild"-Gruppe 170 bis 200 Arbeitsplätze gestrichen werden. Zugleich würden strukturelle Änderungen Redaktionsgemeinschaften mit anderen Titeln geprüft.
 
Ein Springer-Sprecher bezeichnete die genannten Zahlen zu Sparplänen und Personalabbau als zu hoch, bestätigte aber, dass Stellenstreichungen in verschiedenen Szenarien geprüft würden und es noch keine Entscheidungen dazu gebe. Er betonte, dass infolge der Digitalisierung in anderen Bereichen Stellen geschaffen würden.
 
Im März hatte Springer-Chef Mathias Döpfner noch betont: "Es gibt kein Stellenabbau-Programm." Für die Finanzierung von Strukturanpassungen im Gesamtkonzern haben die Berliner laut "Spiegel" fürs laufende Jahr aber 50 Millionen Euro zurückgestellt.
 
Springer verlagert angesichts rückläufiger Printauflagen und damit sinkender Anzeigenerlöse sein Geschäftsmodell immer stärker ins Netz. Derzeit beschäftigt Springer rund 14'600 Mitarbeiter, wie viel für die "Bild"-Zeitung arbeiten, gibt der Konzern nicht bekannt. (sda)