Sticker-Album geplatzt

"Tages-Anzeiger" - Auf Ankündigung folgen "unerwartete Probleme".

Der "Tages-Anzeiger" berichtete am Dienstag, 29. Mai, dass seine geplante Publikation eines Sticker-Albums anlässlich der Fussball-EM in Polen und der Ukraine gescheitert ist. Als Grund hierfür nannte die Zeitung "unerwartete Probleme ausserhalb seines Einflussbereiches". Die 386 Spieler-Porträts sind von Kai Jerzö, dem vom "Tages-Anzeiger" engagierten Künstler, allerdings schon gezeichnet worden, wie die NZZ heute meldet.

Laut der NZZ hat Jerzö die Zusammenarbeit mit dem Tages-Anzeiger selber abgesagt, mit der Begründung: "Als Künstler kann ich nur dann unbelastet agieren, wenn sich meine Produkte und Bilder nie in Kontexte begeben, in denen sie als Kommerz-Produkte wahrgenommen werden." Jerzö veröffentliche die Bilderserie mit dem Titel "Fussballhelden 2012" aber dennoch, mit Hilfe einer Crow-Funding-Aktion. Der "Tages-Anzeiger" hat im Vorfeld der geplanten Publikation mit ganzseitigen Inseraten für das Sticker-Album geworben, 10'000 Alben seien zudem schon gedruckt gewesen, so die NZZ. Marcel Tappeiner, Verlagsleiter des "Tages-Anzeigers", wollte auf Anfrage von persoenlich.com keine Stellungnahme zur unerwarteten Absage Jerzös abgeben. (bn)