Stöhlker entschuldigt sich bei Schawinski

Krieg und Frieden - Trotzdem herrscht nach "Doppelpunkt"-Geplänkel Funkstille.

Roger Schawinskis "Doppelpunkt" war am Sonntag eine Sendung mit vielen Auf und Abs. Eingeladen war der PR-Hansdampf und selbsternannte "Schwiizer" Klaus J. Stöhlker. Die anfangs noch verträgliche Talk-Sendung artete schnell aus. Die beiden Alphatiere lieferten sich ein wüstes Rededuell. Höhepunkt oder eben Tiefpunkt des Gesprächs: Stöhlkers warf Schawinski vor, dass er schon mal aufgrund seiner Herkunft Araber und Muslime diskreditiere.

Den happigen Vorwurf liess Schawinski nicht einfach im Raum stehen. Er forderte den PR-Profi auf, die Aussage zu belegen. Wie Tagesanzeiger.ch/Newsnetz nun berichtet, hat sich Stöhlker bei Roger Schawinski per Mail entschuldigt: "Mit dem Ausdruck des Bedauerns möchte ich meine Bemerkung zurückziehen, Sie würden aufgrund Ihrer Herkunft Moslems und Araber diskreditieren. Ich entschuldige mich dafür, dies auch angesichts Ihrer Entschuldigung, meinen Sohn Fidel S. Stöhlker durch Ihre Fragen in eine persönlich sehr unangenehme Situation gebracht zu haben."

Für Schawinski ist die Sache nun vom Tisch. Er bezeichnet die Angelegenheit auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnetz als erledigt: "Ich bin froh, dass sich Herr Stöhlker entschuldigt hat. Er hat dies wohl auf dem Hintergrund getan, dass er den Beweis seiner Aussagen aufgrund seines in der Sendung erwähnten ‹Schawinski-Dossiers› nicht hat erbringen können. Etwas erstaunt bin ich allerdings über die recht gewundenen Erklärungen. Die Äusserungen zu meiner Person waren in ihrem Kern unmissverständlich. Doch damit ist diese Angelegenheit für mich definitiv erledigt."

Stöhlker bezeichnet den Disput im Nachhinein als "amüsante Spätsommeraffäre". "Schawinski hatte damit endlich eine interessante Diskussion auf dem Sender", so Stöhlker gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnetz. Es sei schade, dass in der Schweiz nicht häufiger so offen und intensiv diskutiert werde. Schawinski sieht das aber entschieden anders. Er hat Stöhlker mitgeteilt, dass er in Zukunft definitiv auf das Vergnügen verzichte, sich mit ihm zu unterhalten.