Ein Zuschauer hat bei DRS-Ombudsmann eine Beanstandung zur Show "Traumjob" eingereicht, und fordert, dass die Sendung umgehend gestoppt wird. Der Zuschauer kritisiere die Art und Weise wie Jürg Marquard dargestellt wird, wie die SonntagsZeitung berichtet. Das sei "Selbstbefriedigung in absoluter Perversität", heisst es in der Beanstandung.
Publikumsrat wird Sendung unter die Lupe nehmen
Auch Othmar Kempf; Publikumsratspräsident, kritisiert in der SonntagsZeitung die Job-Show: "Mir persönlich fällt auf, wie Marquard seinen Reichtum zelebriert." Er kritisiert auch, dass in der letzten Ausgabe, bei der die Kandidaten eine Werbekampagne für Swisscom Mobile entwerfen mussten, der Mobilfunkanbieter "und eine nicht ganz unbekannte Werbefirma" -- damit meint er die Publicis -- sehr viel Werbeplatz erhalten habe. Damit bewege sich die SF DRS im Grenzbereich. Der Publikumsrat werde die Sendung unter die Lupe nehmen.
Auch Kritik von Management-Experten
Peter Hasler, Direktor des Arbeitgeberverbandes, findet, dass in "Traumjob" einseitige Anforderungen gezeigt werden, wie er im SonntagsBlick erklärt. Die Aufgaben, die gestellt würden, hätten wenig mit der Realität zu tun. Peter Vonlanthen, Geschäftsleiter des KV Zürich spricht gar davon, dass die Kandidaten gegeneinander aufgehetzt werden. Sie Sendung werbe für übereifriges und kompromissloses Karrieredenken. "Gezeigt wird das Herrscherdenken", so Vonlanthen im SonntagsBlick.
Keine Kuschelsendung
"Taumjob"-Chef Jürg Marquard erklärt im SonntagsBlick als Reaktion auf die Kritik: "Wir machen keine Kuschelsendung." Das Karrieredenken sei nicht a priori schlecht und stehe im Vordergrund der Sendung. Man schaffe es aber auch ohne Ellbögeln nach oben. "Bei Marquard Media habe ich eine intrigenfreie Unternehmensstruktur", so Marquard im SoBli.