Strafanzeige gegen "SonntagsBlick" eingereicht

".ch" - Verleger wirft Ringier unlauteren Wettbewerb vor.

Vor zehn Tagen hat ".ch"-Verleger Sacha Wigdorovits im Interview mit "persoenlich.com" erklärt, dass er den "SonntagsBlick" verklagen werde. Nun hat er seiner Ankündigung Taten folgen lassen: Sein Verlag, die Media Punkt AG, hat bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich Strafanzeige wegen Verletzung des Gesetzes über den unlauteren Wettbewerb eingereicht. Die Anzeige richtet sich gegen einen Journalisten des "SonntagsBlick", der nach Dafürhalten Wigdorovits' einen kreditschädigenden Artikel verfasst hat, berichtet die AZ-Zeitung "Sonntag".

Gemäss "SonntagsBlick"-Ausgabe vom 20. Januar wurden tausende Exemplare von ".ch" in der Innerschweiz nie verteilt. An einem Tag seien es mehr als 10'000 Exemplare gewesen. Gemäss SoBli sind diese Zeitungen direkt entsorgt worden. Diese Behauptungen seien unwahr und schadeten dem Ansehen von ".ch" im Werbemarkt erheblich, befand die Media Punkt AG. Der Artikel im "SonntagsBlick" erwecke den Eindruck, ".ch" habe seine vor dem Start der Zeitung abgegebenen Versprechen über den Vertrieb nicht eingehalten.

In der Strafanzeige wird zudem darauf hingewiesen, dass der Chefredaktor des "SonntagsBlick" an der Schädigung von ".ch" ein direktes berufliches und finanzielles Interesse haben könnte. Dieser halte bei Ringier die Position des Redaktionsdirektors der Schweizer Zeitungen. Dazu gehören laut Mitteilung die ".ch"-Konkurrenten "heute" und "Blick". (per/sda)