Streit mit PresseTV wegen "Kassensturz"-Beitrag beigelegt

SF - Ombudsstelle vermittelte erfolgreich.

Presse TV und das Schweizer Fernsehen haben im Streit wegen des "Kassensturz"-Beitrags über die Krebsgala das Kriegsbeil begraben. Das Verlegerfernsehen und RingierTV, welches die Sendung produziert, verzichten auf weitere juristische Schritte, insbesondere auf die Einreichung einer Beschwerde an die Unabhängige Beschwerdeinstanz UBI. Die Einigung wurde an einem Treffen mit SRG-Ombudsmann Achille Casanova erzielt, nachdem Ringier TV und Presse TV mit einer Beschwerde über den "Kassensturz"-Beitrag vom 27. November an die Ombudsstelle gelangt waren.

In besagtem Bericht kritisierte der "Kassensturz", RingierTV schlage mit der Sendung "Krebsgala" aus Spendengeldern der Krebsliga Profit. Ringier TV und Presse TV warfen dem Schweizer Fernsehen daraufhin vor, der Beitrag über die Krebsgala sei "einseitig und tendenziös" gewesen und habe den Produzenten der Spendenshow, Ringier TV sowie auch das Verlegerfernsehen PresseTV mit dem Vorwurf der Unredlichkeit diskreditiert.

In einem Schreiben von Ueli Haldimann hält SF nun fest: "Es war nicht Absicht des Kassensturz, den Eindruck zu erwecken, dass Ringier TV aus der Produktion der Krebsgala einen Gewinn erzielt. Sollte dieser Eindruck gleichwohl entstanden sein, bedauern wir dies." Die Redaktion habe bloss die ihrer Meinung nach mangelnde Transparenz zwischen Produktion der Sendung und Verwendung von Spendengeldern kritisiert.

Am Treffen sei eine "offene, interessante und konstruktive Diskussion" geführt worden, schreibt Achille Casanova auf der Website der Ombudsstelle. Auch wenn verschiedene Missverständnisse ausgeräumt werden konnten, hätten beide Parteien ihre eigene Einschätzung grundsätzlich bestätigt -- trotzdem habe eine einvernehmliche Lösung erzielt werden können. Am gemeinsamen Gespräch teilgenommen hatten RingierTV-Chef Fibo Deutsch, SF-Chefredaktor Ueli Haldimann, "Kassensturz"-Redaktionsleiter Wolfgang Wettstein sowie Daniel Müller, Autor des beanstandeten Beitrages.