Der Streit zwischen "Südostschweiz"-Verleger Hanspeter Lebrument und Radiopionier Roger Schawinski ist noch nicht beigelegt. Nach der Vermittlungsrunde beim Kreispräsidenten am Montag in Chur wird weiter verhandelt. Die Gespräche würden zeigen, ob eine aussergerichtliche Lösung gefunden werden könne oder ob es zu einem Prozess komme, sagte Verleger Hanspeter Lebrument auf Anfrage. Roger Schawinski war am Montag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Lebrument, der auch den Verlegerverband Schweizer Presse präsidiert, hatte die Strafanzeige wegen Ehrverletzung Anfang Juli eingereicht. Nach seiner Darstellung hat ihn der Zürcher Radiomacher beim Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) angeschwärzt. Schawinski soll unter anderem behauptet haben, Lebrument missachte die Meinungsäusserungsfreiheit seiner Mitarbeitenden und habe Leute ohne Sozialplan entlassen. Schawinski hat bei früherer Gelegenheit in Abrede gestellt, Lebrument beim BAKOM als Person kritisiert zu haben.
Hintergrund des Streits ist die Konkurrenz um eine Radiokonzession für die Region Südostschweiz. Um die Lizenz bewerben sich Lebrument mit dem bisherigen Sender "Radio Grischa" und Schawinski und Partner mit "Radio Südost". (sda)