Streit um Publisuisse-Aktien

Werbeallianz - Der Gewerbeverband besitzt 20 Aktien der Publisuisse, die schon bald mit Ringier und der Swisscom das umstrittene Werbejoint-Venture starten will. Jetzt gibt es Knatsch wegen den Anteilen.

Aus historischen Gründen besitzt der Schweizerische Gewerbeverband 20 Aktien der SRG-Vermarktungstochter Publisuisse, was einer Beteiligung von 0,2 Prozent entspricht. Dies birgt einigen Zündstoff, da ausgerechnet der Gewerbeverband Hauptinitant der Billag-Initiative vom vergangenen Sommer war.

Wie die «Weltwoche» in ihrer aktuellen Ausgabe schreibt, sei um die Publisuisse-Anteile nun ein heftiger Streit entbrannt, da sie den Bau des Joint Ventures zwischen SRG, Swisscom und Ringier behinderten. So sei der Gewerbeverband auf ein «knausriges Kaufangebot» - Zitat «Weltwoche» - der SRG nicht eingegangen.

Als Reaktion wolle die SRG den Kleinaktionär nun gerichtlich in die Knie zwingen, was aufgrund des Fusionsgesetzes möglich ist. Gewerbeverbands-Direktor und SRG-Gegner Hans-Ulrich Bigler (vgl. Bild) habe diese Darstellung auf Anfrage von Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument bestätigt, so die «Weltwoche». Lebrument habe die Anekdote am Rande der Medienkonferenz vom Dienstag den anwesenden Journalisten weitererzählt. (ma)

Bild: Keystone