"Strohmänner des Investors Blocher im Verlag?"

Jean Frey - SoZ-Chef Andreas Durisch fordert "vollständige Transparenz".

"Der Zürcher SVP-Präsident Christoph Blocher muss definitiv Klarheit schaffen: Ist er in irgendeiner Form Mitbesitzer des Verlagshauses Jean Frey AG, das Beobachter, Bilanz und Weltwoche herausgibt?" -- Der diese Forderung unter dem Titel "Strohmänner im Verlag?" stellt, ist kein anderer als Andreas Durisch, seines Zeichens Chefredaktor der SonntagsZeitung. Zwar habe Blocher, der sich jahrelang von den "sozialistischen Medien" geschmäht und missverstanden gefühlt habe, stets eine Beteiligung am Medien-Coup vom März 2002 von sich gewiesen, so Durisch. Die vermittelnde Bank und einige der neuen Aktionäre seien allerdings zu seinem Umfeld zu zählen.

Weiter habe die Weltwoche schon vor der Wahl Blocher als Bundesrat empfohlen. Durisch: "Danach verkündete sie seine 'Seligsprechung' und meldete erleichtert: 'Die Schweiz umarmt Christoph Blocher.' In der jüngsten Ausgabe zerlege das Blatt nun Samuel Schmid: "Einem Schauprozess gleich wird der Berner SVP-Bundesrat als Abweichler der Zürcher Linie und 'Muster eines erfolglosen SVP-Mitläufers' abgekanzelt, der für den wirtschaftlichen Niedergang des Kantons Bern mitverantwortlich sei."