SVP-Boykott wegen Platzstreit

"Arena" - SF lehnt Forderungen von Oppositionspartei ab.

Die SVP-Parteispitze hat ihre Teilnahme in der Sendung "Arena" des Schweizer Fernsehens SF vom Freitag abgesagt. Dies, nachdem SF der Partei in der Diskussionssendung nicht gleich viele Plätze wie den Regierungsparteien zugestand.

Die SVP sei keine Regierungspartei mehr. Künftig müsste deshalb in der "Arena" auf der einen Seite die Regierung und auf der anderen die Opposition stehen, wird SVP-Generalsekretär Gregor Rutz am Freitag in einem Communiqué von SF zitiert. Die Partei verlangte daher, dass den Vertretern der Regierungsparteien in Zukunft eine ebenso grosse Zahl SVP-Vertreter gegenüberstehen.

Das Schweizer Fernsehen bedauert die Absage der SVP und teilte mit, man werde die Partei auch in Zukunft zu den Diskussionssendungen einladen. Die Forderung, immer die Hälfte der Plätze beanspruchen zu dürfen, lehnt das Fernsehen indes ab.

Es könne zwar in der "Arena" durchaus Situationen geben, in denen auf der einen Seite nur SVP-Vertreter und auf der anderen die Vertreter der anderen Seite stehen, sagte "Arena"-Moderator Urs Leuthard am Freitag auf Anfrage. Dies sei bereits bisher bei gewissen Themen oder Abstimmungssendungen der Fall gewesen.

Im Normalfall wolle man aber im Interesse der Zuschauer ein möglichst breites Meinungsspektrum abbilden, so Leuthard. Parteipräsident Ueli Maurer hatte seine Teilnahme an der Sendung zum Thema "Bundesratskrimi: Wie geht es weiter?" am Donnerstag zugesichert. Am Freitagmorgen habe er dann abgesagt, heisst es im Communiqué von SF. (sda)