Die "Arena"-Sendung vom Freitagabend zum Thema SVP-Spaltung fand ohne Beteiligung der betreffenden Partei statt. Die SVP hatte darauf beharrt, mit Ueli Maurer anstelle von Parteipräsident Toni Brunner anzutreten. Das Schweizer Fernsehen (SF) habe aber bis zuletzt darauf bestanden, dass der SVP-Präsident an der Sendung teilnehme, teilte die SVP am Freitag mit. Nach Ansicht der SVP wäre aber nicht Brunner, sondern Maurer als langjähriger Parteipräsident am besten geeignet gewesen, die Partei in der "Arena" zu vertreten.
Die anderen Parteien seien in der Arena vom Freitagabend nicht auf gleicher Stufe vertreten, heisst es im Communiqué weiter. Die eingeladenen Mitglieder der SVP-Parteileitung seien aufgrund anderer Verpflichtungen verhindert. Eine sinnvolle Diskussion werde damit verunmöglicht, so die SVP. SF verfolge offensichtlich das Ziel, die SVP auszugrenzen und zu verunglimpfen.
SF wies seinerseits darauf hin, dass die "Arena"-Redaktion einen der Vertreter der SVP-Führungsspitze einladen wollte. Allerdings hätten sowohl Toni Brunner als auch die Vizepräsidenten Adrian Amstutz und Christoph Blocher eine Teilnahme abgelehnt. Lediglich Fraktionschef Caspar Baader habe seine Absage mit Terminproblemen begründet.
Die Entscheidung des SVP-Generalsekretariats, Ueli Maurer in die "Arena" zu schicken, habe die Redaktion abgelehnt. Man wolle eine zukunftsgerichtete Diskussion führen, begründete Redaktionsleiterin Marianne Gilgen den Entscheid.
Dass die "Arena" Maurer von der Teilnahme ausgeschlossen habe, trifft laut SF nicht zu. Vielmehr habe man den ehemaligen Parteipräsidenten am Donnerstag als Gast in die erste Reihe eingeladen. Die zur Diskussion stehenden Fragen müssten aber von der neuen Parteispitze, zu der Maurer nicht gehöre, entschieden werden. (sda)