SVP will Gebühren boykottieren

SRG - Partei reagiert auf Ernennung von Schawinski zum SF-Moderator.

Die Parteispitze der SVP erwägt einen Aufruf an Mitglieder und Sympathisanten, vorläufig keine Gebühren für Radio und TV zu zahlen. "Wir haben das Thema Gebührenboykott für die nächste Sitzung der Parteileitung traktandiert", sagt Präsident Toni Brunner in der "SonntagsZeitung". Zusammen mit seinen Vizepräsidenten will er dann über einen Aufruf an Parteimitglieder und an SVP-Sympathisanten entscheiden, vorläufig die Zahlung der Radio- und TV-Gebühr zu verweigern. Insbesondere nach der Ernennung des einstigen SRG-Kritikers Roger Schawinski zum Chef und Moderator einer neuen Polit-Talkshow im Schweizer Fernsehen sieht der SVP-Chef Handlungsbedarf. Die Partei sei "unter Druck der Parteibasis, die in Mails und Briefen Massnahmen gegen das Ärgernis SRG verlangt".

Gemäss der "SonntagsZeitung" diskutiere die Parteileitung allerdings auch Alternativen oder Ergänzungen zu einem Boykottaufruf aus. Auch die Lancierung einer Gebührenhalbierungs-Initiative stehe im Raum. Zustande kommen könne diese durch die Umwandlung der "200 Franken sind genug"-Petition, die bereits seit dem 16. Januar im Internet läuft.