Swissfundraising, der Schweizerische Berufsverband für Fundraising-Fachleute, kritisiert die Aktion "Jeder Rappen zählt" von Radio und Fernsehen DRS ("persoenlich.com" berichtete). Es sei ausgesprochen problematisch, dass die SRG als Medienunternehmen, das zum Grossteil über Konzessionsgelder finanziert wird und primär einen Informationsauftrag hat, sich auf diese Weise als Fundraising-Organisation betätige. Dies schreibt der Verband unter anderem in einem Brief an den SRG-Generaldirektor Armin Walpen.
Weiter steht dort: "Der Vorstand und die Mitglieder von Swissfundraising beurteilen die Durchführung der SRG-Aktion zu diesem Zeitpunkt als äusserst ungünstig und ungeschickt. Für alle Hilfswerke ist genau diese Periode die wichtigste Zeit des Jahres, in der sie den Grossteil ihrer Spenden erhalten, sich gleichzeitig aber auch bei ihren Spendern um die dazu notwendige Kommunikation bemühen müssen. Dank ihrer Sendeinfrastruktur drohen öffentlich-rechtliches Fernsehen und Radio die Aufmerksamkeit zu monopolisieren und die Spenden sammelnden Organisationen in dieser für sie so wichtigen Zeit ins Abseits zu drängen."
Diese medial inszenierte und durch faktische Medienmacht ermöglichte Gewinnung von Spenden löse eine Spirale aus, welche die Hilfswerke zwinge, auch ihr Fundraising spektakulärer und aufdringlicher zu gestalten. Dies habe eine problematische Erhöhung der Werbkosten zur Folge, die sich Hilfswerke gar nicht leisten können.