Am Montag, 9. Mai 2005, musste swissinfo sein Spezial-Dossier auf swissinfo.org zum vorgesehenen Abbau von der Seite nehmen. Gemäss SRG-Generaldirektor Armin Walpen könnte es den Interessen der SRG schaden, wie es in einer Mitteilung heisst. Das Personal von swissinfo ist schockiert über dieses Vorgehen, "das einer Zensur gleichkommt". Umso mehr als das Dossier weder diffamierende Artikel gegen die SRG noch gegen den Generaldirektor enthalten habe.
Inhalt des Dossiers waren "verschiedene journalistische Artikel, welche die Positionen der beiden Seiten aufzeigten -- den Restrukturierungsplan und die politischen Reaktionen der Gegner dieses Projektes sowie ausgewählte und redigierte Feedbacks von Leserinnen und Lesern, die keine beleidigenden Ausdrücke enthielten", wie es in der Mitteilung weiter heisst.
Die SRG halte an ihren Plänen zum Abbau von swissinfo fest, weil sie ihre Internet-Portale in den Regionen ausbauen wolle. Dies obschon sich die Aussenpolitische Kommission des Nationalrates (APK) für die Beibehaltung von swissinfo und die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) gar für eine 50 Prozentige Beteiligung des Bundes ausgesprochen hätten.