Die Mitglieder der Gewerkschaft Syna haben den Weg geebnet für Kampfmassnahmen im Streit um einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für die grafische Industrie. 84 Prozent sprachen sich in einer Urabstimmung für diesen Schritt aus. Dadurch hätten die in der grafischen Industrie tätigen Syna-Mitglieder ihre Entschlossenheit bekräftigt, heisst es in einem Communiqué der Syna vom Mittwoch. Die Arbeitnehmenden verlangen die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit den Arbeitgebern vom Schweizerischen Verband für visuelle Kommunikation (Viscom).
Die Verhandlungen für einen neuen GAV waren Ende April gescheitert. Seit dem 1. Mai herrscht ein vertragsloser Zustand. Die Mitglieder der Gewerkschaft Comedia hatten bereits vor Wochenfrist in einer Urabstimmung Kampfmassnahmen genehmigt. Am 17. Juni soll anlässlich der Viscom-Delegiertenversammlung in Solothurn eine erste Aktion der Gewerkschaften stattfinden. Für den Herbst kündigte Comedia bereits landesweite Streikaktionen an, falls nicht bis Ende September ein neuer GAV zustande kommt.