Syrische Journalistin für besonderen Mut und Ethik geehrt

Peter-Mackler-Preis - Saina Erhaim bildete in den letzten zwei Jahren rund hundert TV- und Printjournalisten aus.

Der Peter-Mackler-Preis für besonderen Mut und Ethik im Journalismus geht in diesem Jahr an die syrische Journalistin Saina Erhaim. Die 30-Jährige werde für ihre Verdienste um die Ausbildung von Bürgerreportern in Syrien ausgezeichnet, erklärten die Organisatoren am Samstag. Erhaim verbreite journalistische Werte in einem von "Gewalt und Irrationalität" heimgesuchten Land.

Die Preisträgerin aus Aleppo bildete in den vergangenen beiden Jahren etwa hundert TV- und Printjournalisten aus, unter ihnen zahlreiche Frauen. So trug sie zur Gründung mehrere unabhängiger Zeitungen und Magazine in Syrien bei. Erhaim ist ausserdem die Syrien-Leiterin des britischen Instituts IWPR, das die freie Berichterstattung in Krisenregionen fördert. Erhaim leiste in Syrien, einem der seit Jahren gefährlichsten Länder für Medienschaffende, eine aussergewöhnliche Arbeit als Journalistin und Ausbilderin, erklärte die US-Direktorin der Organisation Reporter ohne Grenzen, Delphine Halgand.

Mit dem Preis werde der Mut derjenigen gewürdigt, die in Syrien für die freie Berichterstattung kämpfen. Ehraim bezeichnete den Preis als Ansporn für "meinen täglichen Überlebenskampf" und Würdigung für ihre syrischen Kollegen. Die Auszeichnung zeige, dass "unsere schwierige Arbeit wertgeschätzt wird".

Der Peter-Mackler-Preis wird seit 2009 von dem Verein Global Media Forum, der US-Sektion von Reporter ohne Grenzen und der Nachrichtenagentur AFP vergeben. Benannt ist er nach dem 2008 gestorbenen Chefredakteur des Nordamerika-Dienstes der Nachrichtenagentur AFP. Erhaim soll die Auszeichnung am 22. Oktober in Washington entgegennehmen. (sda/afp)